Kategorie: Projekte

Gemeindezentrum, Bönnigheim

 

Verfahrenstyp

Nichtoffener Realisierungwettbewerb mit vorgeschaltetem Bewerbungsverfahren

 

Leistungen von p.a.

Hochbauentwurf (LP1 - 2)
Energie- und Nachhaltigkeitsstrategie

 

Auslober

Katholische Kirchengemeinde Heilig Kreuz Bönnigheim

 

Bearbeitungszeitraum

Jul. 2014

 

Projektpartner

raummanufaktur Alexander Scholtysek >>

 

 

Kurzbeschreibung

Das neue Gemeindezentrums greift thematisch den Rücksprung der bestehenden Heilig Kreuz Kirche auf und formt dadurch einen neuen Gemeindeplatz entlang der See- und Annastraße. Der Neubau dient dabei als „Rücken“ und nördlicher Begrenzung des neuen Platzes, vermittelt zwischen den Stadträumen Anna- und Seestraße und setzt der Vertikalität des Kirchturms einen horizontalen Baukörper gegenüber, eine bauliche Verwandtschaft wird erreicht in Abgrenzung zu den Kubaturen der Wohnhäuser. Der Rücksprung des Gemeindezentrums stellt die Kirche von Osten gesehen frei und öffnet den Platz zur Annastraße. Diese erhält durch den parallel gesetzten Baukörper eine klare Kante.

Der neue Baukörper ist in seiner Höhe gestaffelt, fasst den Platzraum im Süden als zweigeschossiges Volumen und treppt sich zum im Norden angrenzenden Gemeindegarten zu einem eingeschossigen Volumen ab. Innerer Raumbedarf (hohe Raumhöhe im Saal, geringe Höhe der Nebenräume) und stadträumliche Absicht zur See- und Annastraße fließen in die gestaffelte Volumetrie ein. Die resultierenden Dachflächen welche unterschiedlich genutzt (Solarenergiesysteme, Gründach für Regenwassermanagement und Dachterrasse).

Der Neubau gliedert sich in unterschiedliche energetische Zonen, welche nach den jeweiligen spezifischen energetischen Anforderungen individuell versorgt werden. Energetisch hocheffiziente Dach- und Fassadenflächen reduzieren Wärmeverluste über die Oberflächen im Winter. Die südorientierten Büroräume im Obergeschoss ermöglichen eine optimale Tageslichtversorgung und maximale Ausnutzung passiver solarer Erträge im Winter. Zur Vermeidung sommerlicher Wärmelasten wird jedem Fenster neben beweglichen Jalousien ein nach dem Sonnenverlauf geformter Verschattungsrahmen vorgesetzt.

Als Energiesystem wird aufgrund der spezifischen Bedarfs (Wärme und Kälte) eine Kombination einer reversiblen Wärmepumpe mit einem Eisspeicher vorgeschlagen. Hierbei wird die Wärmepumpe mit regenerativem Strom aus der dachintegrierten Photovoltaikanlage betrieben. Als Umweltquelle sowohl für Wärme als auch für Kälte dient der Eisspeicher. Ein optionaler Stromspeicher ermöglicht eine effiziente Nutzung von Strom aus Photovoltaik in den Abendstunden und erhöht den Eigennutzungsgrad aktiver Solarenergie. 

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